Korbinian Geiger, CDO / CTO, Fegime Deutschland
Stefan Kleemann, Professional Services Lead | Geschäftsführer teccle wave
Korbinian Geiger ist CDO/CTO bei FEGIME Deutschland und verantwortet die digitale und IT-Transformation eines Netzwerks mittelständischer Elektrogroßhändler. In dieser Rolle treibt er die Standardisierung zentraler Plattformen, den Aufbau einer skalierbaren IT-Architektur sowie die Weiterentwicklung datengetriebener und KI-gestützter Lösungen voran. Zuvor war er bei der TAKKT Group als Head of Product (E-Commerce) tätig und verantwortete die Weiterentwicklung der internationalen E-Commerce-Plattformen. Weitere Stationen umfassen leitende Funktionen im E-Business bei Ratioform Verpackungen, wo er über viele Jahre den Aufbau und die Skalierung des Onlinegeschäfts verantwortete. Seine berufliche Laufbahn begann er bei Siemens sowie Siemens Enterprise Communications im technischen Consulting.
Stefan Kleemann ist Manager in der IT- und Beratungsbranche und aktuell Mitglied der Geschäftsleitung der teccle group sowie Geschäftsführer der teccle wave GmbH und der etomer GmbH. In diesen Rollen verantwortet er den Ausbau von Geschäftsbereichen sowie die Weiterentwicklung kundenorientierter IT-Lösungen. Zuvor war er mehrere Jahre bei CANCOM in leitenden Funktionen tätig, zuletzt als Director Strategic Accounts und Director Transition & Transformation. Weitere Stationen umfassen seine Tätigkeit als Associate Partner bei visco consulting mit Fokus auf Banken und Versicherungen. Seine berufliche Laufbahn begann er bei der Deutschen Bank Privat- und Geschäftskunden AG
Workshop
Summary
AI Adoption oder AI Theater? Warum KI mehr als Prozessoptimierung ist
- Warum stößt klassische Prozessoptimierung an ihre Grenzen?
- KI als Paradigmenwechsel: Von Optimierung zur Neugestaltung – welche Arbeitsweisen, Entscheidungsmodelle und Prozesse in einer KI-getriebenen Organisation sind überhaupt noch sinnvoll?
- Wie erfasst Ihr Eure neue Rolle als CIO / CDO und stellt Eure Organisation entsprechend auf?
AI Adoption oder AI Theater? Warum KI mehr als Prozessoptimierung ist“
Unternehmen im DACH-Raum investieren derzeit Milliarden in KI – und dennoch bleiben die großen Produktivitätseffekte häufig aus. Der Grund liegt selten in der Technologie, sondern in den Denkmustern, mit denen wir versuchen, sie einzusetzen.
Die klassische Logik der Unternehmensoptimierung – geprägt von Beratungsmodellen und Lean-Ansätzen – folgt meist demselben Muster: Prozess analysieren, Ineffizienzen identifizieren, standardisieren, automatisieren. Jahrzehntelang hat dieses Modell Effizienzgewinne ermöglicht.
Doch KI ist nicht die nächste Evolutionsstufe dieser Logik. KI ist ein Bruch mit ihr.
Statt Prozesse immer weiter zu optimieren, stellt KI eine grundlegendere Frage: Welche dieser Prozesse sollten überhaupt noch existieren? Wenn Entscheidungen datengetrieben getroffen werden können, Inhalte automatisiert entstehen oder Workflows dynamisch orchestriert werden, verschiebt sich der Fokus von Prozessoptimierung hin zur Neugestaltung von Arbeit.
Für CIOs bedeutet das eine neue Rolle: nicht nur Technologien zu implementieren, sondern gemeinsam mit dem Business zu hinterfragen, welche Arbeitsweisen, Entscheidungsmodelle und Prozesse in einer KI-getriebenen Organisation überhaupt noch sinnvoll sind.

